1. Schenkenberger Telegraphenfest

Neue historische Sehenswürdigkeit in der Gemeinde Groß Kreutz (Havel)

Mit dem 17.09.2016 ist in der Ortsmitte von Schenkenberg eine Informationsstätte, die an die dortige ehemalige "Telegraphanstation Nro.VI" (1832-1849) erinnert, Wirklichkeit geworden. Damit gibt es nach gut 160 Jahren Vergessenheit vonn den ehemals 62 Stationen der Telegraphielinie von Berlin über Köln bis Koblenz auch wieder die Nr. 6 zu sehen. Ein weiterer Schritt zur historischen Wiederbelebung der gesamten Ursprungslinie des Beginns der technischen Nachrichtenübermittlung in Deutschland ist hiermit getan. Zum Anlass des 1. Telegraphenfestes am 17.09.2016 in Schenkenberg wurde nun auch die Straße neben der Feuerwehr offiziell mit dem Namen "Zur Telegrafenstation" benannnt. Weitere aufgestellte Hinweisschilder zeigen jetzt jedem Interessierten von nah und fern den Weg zu diesem historischen Ort.  Unser Bürgermeister Reth Kalsow, Schenkenbergs Ortsvorsteher Christian Sommer - beide haben selbst aktiv zur Fertigstellung der Erinnerungsstätte beigetragen - eröffneten das gut besuchte Fest. Frau Pastorin Klußmann als Vertreterin der Grundstückseigentümerin wünschte der Station gute Botschaften.

Gemeindevorsteheer und Landratskandidat Franz Herbert Schäfer übermittelte in seiner Rede ein Grußwort vom Bundesaußenminister Dr. Frank Walter Steinmeier, der im November die Station persönlich besuchen wird. Weiterhin wurde den Schenkenbergern und ihren Gästen Grüße von Vertretern der Optischen Telegraphie aus Potsdam - Dr. Menning und S. Grunwaldt - übermittelt.  Beendet wurde der Eröffnungsteil mit dem Start der Brieftauben von H. Reddig als Symbol für stets glückliche und friedliche Botschaften. Mit einem bunten Programm unter der Regie und mit Musik von "Reth" wurde nun das Eröffnungsfest gefeiert. Zu sehen war das kleinste Telegraphenmuseum (eine Telefonzelle vom leider schon verstorbenen A. Schwarz), informativ und liebevoll gestaltet von Christian Sommer. Der Vortrag von Dr. Menning zur Telegraphenlinie erfuhr großen Andrang, Ausstellungen und Informationen von Telegraphenfreunden anderer Stationen sowie der NABU bereicherten das Fest.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Dietmar Staskowiak mit seiner Tochter. Beide boten mit ihrem Musikprogramm "König aller Sommer" einen besonderen Unterhaltungsgenuss. Die Filmschleife mit Fotos über das bauliche Geschehen auf der jetzigen Stationsfläche sorgte für Aufsehen. Die festgehaltenen "Posen" bei der Arbeit und die funktionierende Alt- und Eigenbautechnik vonn Dieter Hasselbach hinterließen einen bleibenden Eindruck.
Viele Gäste nutzten die tolle Möglichkeit, im Korb der großen Drehleiter der Ketziner Feuerwehr über Schenkenberg und die Lande zu schauen. Neben der Hüpfburg machte auch der Kindergarten Schenkenberg die Kinder mit Malen, Schminken und Märchenkutschfahrten glücklich. Der Rundgang auf dem neuen Telegraphenwanderweg in Schenkenberg unter Führung von Conrad Müller und Lutz Mantzke fiel am Vormittag leider etwas "matschig" aus, ebenso die Kremsertour der Senioren mit Armin Bach. Trotzdem werden die Eindrücke und die neuen Informationen bleiben.

Für das leibliche Wohl sorgte der Feuerwehrverein, u.a. auch wieder mit seiner "Alten Feuerwehr", die Bier verspritzt. Eine "Kuchenmeile" mit über 20 Blechen bester Backkunst vieler Schenkenberger Frauen machte alle glücklich.
Den Kindern gefielen die Telegraphen-Amerikaner und die Glückskäfer besonders gut. Bäcker Fischers Telegraphenbrot mit Schmalz der besonderen Art ging weg wie nichts. Kurzum - ein gelungenes Fest zu einem besonderen Anlass dank des Miteinanders Vieler und der erhaltenen Unterstützung. Das schöne Ereignis war der Start für die weitere Mitgestaltung durch die Telegraphenfreunde zur Bereicherung des Kulturlebens in unserer Gemeinde.

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IG Optische Telegraphie in Schenkenberg